Stift Heiligenkreuz von außenInnenhofInnenhofRendering des BibliothekstraktesFenster in der BibliothekBibliothekStiegenhaus mit Lift

Hochschule Heiligenkreuz

Erweiterung/Neubau Bibliothekstrakt, Ausbau Nordtrakt

Bauherr: Stift Heiligenkreuz, Abt Dr. Maximilian Heim OCist
Planung: Arch. Viktor F. Zotter, Architekt DI Stefan K. Mastal
Rendering: DI Peter Larcher
Bauleitung: P. Markus Rauchegger OCist, Stiftsbaumeister Arnold Link
Baubeginn: Grundsteinlegung: 28.06.2013

Stand der Bauarbeiten

Die Bauarbeiten für den Aus- und Zubau der Philosoph.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz haben im Frühjahr 2013 begonnen. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 28.06.2013. Aus diesem Anlass wurde auch eine Grundsteinurkunde für die Nachwelt vergraben.

Geschichte der Hochschule

Die Philosoph.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz ist in einem ehemaligen Wirtschaftshof des Stifts, der im Kern aus einem mittelalterlichen Bauwerk besteht, untergebracht. Dieser ehemalige Wirtschaftshof ist an drei Seiten bebaut, während an der vieren Seite eine freistehende Mauer mit dem Hauptzugang den Abschluss zum Stiftsvorplatz bildet. Nach außen hin fallen besonders die vier massiven Ecktürme des ehemaligen Wirtschaftshofs auf, die daran erinnern, dass der Wirtschaftshof ursprünglich genauso wie die gesamte Stiftanlage als befestigte Anlage errichtet wurde.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der ehemalige Wirtschaftshof schrittweise zur heutigen Hochschule umgenutzt. Zwei der drei Flügel wurden massiv umgebaut, unter anderem wurden Gewölbe entfernt, die Hoffassaden neu gestaltet und das 45°-Dach zu einem 30°-Dach „aufgeklappt“. Beim dritten Flügel wurden diese Umbaumaßnahmen nur begonnen. Da die Hochschule seit Jahren wächst, manifestierte sich auf Seiten des Herrn Abts und des Rektors sowie des gesamten Stifts und der gesamten Hochschule der Wunsch, den ehemaligen Wirtschaftshof baulich zu erweitern.

Ein neuer „vierter“ Trakt, der historisch bereits einmal vorhanden war, soll errichtet werden. In diesem neuen Trakt sollen vor allem die neue, große Studienbibliothek im 1. Obergeschoß sowie Professorenzimmer im Erdgeschoß untergebracht werden. Auch der bestehende Nordtrakt soll durch „Aufklappen“ des Daches um ein Geschoß erweitert werden. Hier soll Platz für einen großen Vortragssaal und weitere Hörsäle entstehen.

Alle Maßnahmen wurden während der Entwurfs- und Einreichphase sorgfältig mit dem Bundesdenkmalamt abgesprochen. Der neue Bibliothekstrakt wird in seiner Kubatur einem historisch möglichen Gebäude entsprechen, die „Dachaufklappung“ reicht nicht zu nahe zum Eckturm heran. Alle baulich erhaltenen Elemente des Bestandes werden restauriert. Auf diese Art und Weise wird die heute freistehende Mauer beim Eingangsbereich zur Außenwand des neuen Bibliothekstrakts. Auch die Gewölbe im Inneren des Nordtrakts bleiben erhalten und werden in die neue zweigeschoßige Ausbildung des Gebäudes integriert. Die neuen Dach- und Wandflächen hingegen werden zeitgenössisch – als Bauteile des 21. Jahrhunderts – ausgebildet. So erhält zum Beispiel das Hochschuldach ein lang gestrecktes, aber dezent ausgebildetes Dachfensterband.

Entwurfsvarianten

Für die Hoffassade des neuen Bibliothekstrakts entstanden drei verschiedene Entwurfsvarianten. Die erste Entwurfsvariante ist eine in drei Zonen geteilte, dezent moderne Fassade. Die zweite Variante präsentiert eine streng gerasterte Fassade mit vorgeschaltem Travertin. Die dritte Entwurfsvariante schließlich orientiert sich am stärksten an den anderen Hoffassaden des Gebäudes. Dieser Entwurf verfügt über einen Korbbogen-Laubengang und Faschen um die Maueröffnungen. Gleichzeitig soll durch die französischen Fenster und die sehr dezente Ausbildung der Fassade daran erinnert werden, dass es sich hierbei um einen zeitgenössischen Zubau handelt. Der dritte Entwurf gefiel dem Herrn Abt und den meisten Patres am besten. Der Zubau soll ab 2013 in dieser Form umgesetzt werden.